Die Kupferkette GyneFix® *
* nach Dr. med. Britta Bürger, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Was ist die Kupferkette?
Die Kupferkette (GyneFix®) ist eine neue Alternative zur Spirale. Sie besteht aus vier kleinen Kupferzylindern, die an einem Nylonfaden aufgereiht sind. Ein Ende der Kette wird an der Gebärmutterwand fixiert, das zweite hängt frei in der Gebärmutter. Die Kupferkette ist flexibel und passt sich der Gebärmutter an. Dadurch treten im Vergleich zu den Kupferspiralen seltener verstärkte Blutungen und Schmerzen auf. Die Kette gibt es in zwei verschiedenen Größen: für große sowie für kleine bis normalgroße Gebärmuttern. Sie kann bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben.
Wie sicher ist die Kupferkette?
Die Kupferkette hat eine niedrigere Versagerquote als andere, nicht hormonelle Verhütungsmittel, die ebenfalls in der Gebärmutter platziert werden. Dies geht aus einer im Fachblatt „British Journal of Family Planning” (1999) veröffentlichten Untersuchung hervor. Der Pearl-Index liegt zwischen 0,1 und 0,3. Zum Vergleich: Bei der Spirale ohne Hormone beträgt er zwischen 0,9 und 3. Der Wert sagt aus, wie viele Frauen von 100 ungewollt schwanger werden, wenn sie diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden. Die Kette ist also sicherer als die Spirale.
Wie wirkt die Kupferkette?
Sie setzt kontinuierlich Kupferionen frei. Dadurch kommt es zu einer Reaktion der Gebärmutterschleimhaut – ähnlich einer Entzündungsreaktion. Ein befruchtetes Ei kann sich unter diesen Bedingungen nicht in die Gebärmutterschleimhaut einnisten. Die Kupferionen inaktivieren außerdem die Spermien.
Wie wird die Kupferkette in die Gebärmutter eingebracht?
Der Arzt näht das Fadenende am oberen Teil der Gebärmutterwand mit Hilfe einer feinen Nadel fest. Diese Prozedur ist nahezu schmerzfrei. Die Einlage in die Gebärmutter erfolgt normalerweise während der Regelblutung, die Kette kann aber auch nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch eingesetzt werden. Sie eignet sich auch zur Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr.
Welche Vorteile hat die Kupferkette?
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Im Unterschied zur Spirale löst die Kupferkette kaum Blutungsstörungen aus – abgesehen von möglichen Schmierblutungen in den ersten Anwendungsmonaten.
Vor allem bei jungen Frauen, die noch kein Kind geboren und eine kleine Gebärmutter haben ist die GyneFix auf Grund ihrer ganz weichen und sich jeder Bewegung anpassenden Form, geeignet. -
Die sichere Verankerung in der Gebärmutterwand sorgt dafür, dass die Kupferkette nicht ausgestoßen wird.
Deshalb ist sie auch und besonders bei Frauen, die schon mehrere Kinder geboren haben, sinnvoll, da der Gebärmutterhals nicht mehr so eng verschlossen ist. Besonders die herkömmlichen Kupferspiralen rutschen deshalb nicht so selten unbemerkt in den Gebärmutterhals ab, so dass die Verhütung nicht mehr gegeben ist.
Die GyneFix hängt dagegegen am oberen Ende der Gebärmutter fest. Die Sicherheit ist somit völlig unabhängig von der Weite des Gebärmutterhalses gegeben.
Welche Nachteile hat die Kupferkette?
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Das Risiko aufsteigender Infektionen erhöht sich, wenn Frauen häufig ihre Sexualpartner wechseln.
Verantwortlich dafür ist das Fadenende der Kupferkette – für Keime eine Brücke zwischen Scheide und Gebärmutter. Bei Frauen in festen Beziehungen lässt sich keine erhöhte Infektionsrate feststellen. -
Sie schützt nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.
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Nicht jeder Frauenarzt(-ärztin) hat Erfahrung mit der Kupferkette.
Risiken beim Einsetzen der Kupferkette
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Ungenügende Verankerung in der Gebärmutterwand mit Verlust der Kette. In diesem Fall nehmen wir innerhalb der ersten 6 Monate eine kostenlose Neueinlage vor.
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Zu tiefe Verankerung in der Gebärmutterwand
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Infektion und Entzündung
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Ungewollte Schwangerschaft trotz korrekter Lage in 0,1 - 0,3 Fällen (bezogen auf 100 Frauen nach 1 Jahr)
Nach der Einlage der Kupferkette sollten Sie:
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1 Woche keine Tampons verwenden
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1 Woche keinen Verkehr haben
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1 Woche in kein Schwimmbad gehen
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nach 6 Wochen eine kostenlose Kontrolle mittels Ultraschall in unserer Praxis vornehmen lassen – oder bei Ihrem Frauenarzt gegen eine Ultraschallgebühr
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alle 6 Monate eine Lagekontrolle der Kupferkette mittels Ultraschall vornehmen lassen.
Für wen ist die Kupferkette geeignet?
Die Kupferkette ist für fast alle Frauen geeignet – auch für junge Frauen, die noch keine Kinder geboren haben. Sie ist vor allem eine gute Alternative zur Pille für Frauen, die keine Hormone einnehmen wollen oder dürfen.
Für wen ist die Kupferkette nicht geeignet?
Keine Kette anwenden sollten Frauen, die:
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angeborene Fehlbildungen oder eine sehr kleine Gebärmutter haben.
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in der Vergangenheit eine Eileiterentzündung hatten.
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eine Kupferallergie haben – hier ist die Anwendung von vornherein ausgeschlossen.
Links: http://www.wildemeersch.com - GyneFix Information
http://www.archiv.gyn.de/verhuet/GyneFix.php3?lng=
http://www.ciao.de/GyneFix_Kupferkette
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