Vitamin D
Vitamin D übernimmt in unserem Körper die Funktion eines sog. Reparaturhormons. Wir können Vitamin D, das in fettem Seefisch vorkommt, über die Ernährung nicht ausreichend decken. Früher hat man Kindern Lebertran zur Rachitisprophylaxe gegeben, woran so mancher noch schreckliche Erinnerungen haben dürfte.
Eine weitere Möglichkeit wäre die Bildung über Sonne auf der Haut oder UVB-Licht im Solarium. Leider leben wir aber nicht in Afrika, so dass es uns nicht möglich ist, ausreichend Vitamin D auf diesem Wege herzustellen.
Da auch in einem gesunden Organismus immer wieder Zellveränderungen, – auch Krebszellen – auftreten, können unter dem Einfluss von Vitamin D Erkennungs- und Reparaturmechanismen in Gang gesetzt werden, die diese Zellen regenerieren bzw. vernichten. Auf diese Weise beeinflusst Vitamin D unseren Körper in vielerlei Bereichen, von denen hier nur die wesentlichen genannt werden können.
Vitamin D transportiert das mit der Nahrung aufgenommene Calcium in den Knochen und trägt zu deren Stabilisierung entscheidend bei. Daraus resultiert eine verminderte Knochenbrüchigkeit v.a. im Alter. Auch die Häufigkeit von Stürzen geht bei alten Menschen um mindestens 20% zurück.
Die sprichwörtliche Frühjahrsmüdigkeit hat entscheidend mit dem gerade im März besonders niedrigen Vitamin-D-Spiegeln zu tun, da nach den dunklen Wintermonaten nahezu jegliche Möglichkeit der körpereigenen Vitamin-D-Synthese aufgehoben ist. Entsprechend gehen Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, Nervosität und depressive Stimmungslage unter der Einnahme von Vitamin D zurück.
Man konnte nachweisen, dass die Häufigkeit verschiedener Krebserkrankungen, so z.B. Darmkrebs, bei ausreichend hohem Vitamin-D-Spiegel reduziert ist. Günstige Wirkungen werden auch bei Reizdarm und Divertikulitis erwartet.
Insgesamt bestehen viele positive Effekte hinsichtlich der Vermeidung verschiedener Erkrankungen, wenn wir eine ausreichend hohe Vitamin-D-Versorgung sicherstellen.
Mögliche Nebenwirkungen sind bei Überdosierung die Bildung von Nierensteinen. Deshalb ist es unbedingt notwendig vor Beginn der Behandlung aus einer Blutprobe den Vitamin-D-Spiegel zu bestimmen und eine individuell angepasste Therapie zu verordnen. Meist genügt auf längere Sicht die Einnahme einer Kapsel Vitamin D pro Woche.